Wer hilft den Tieren?

Zu „Welpe im Zwinger ruft Veterinäramt auf Plan“ vom 29 April: Was soll man dazu sagen? Einen Leserbrief wollte ich schreiben, aber wohin? Was muss denn passieren, damit der Tierschutz nachhaltig eingreift? Wenn ich lese, dass es zum Zeitpunkt der Kontrolle keine Beanstandung gab, sich eine artgerechte Tierhaltung allerdings anders vorgestellt wurde und der Tierhalter sei beraten worden, da fehlt es mir wirklich an Verständnis. Ein Hund ist ein Rudeltier und ohne Familienzugehörigkeit und Fürsorge/Erziehung ist keine Sozialisierung möglich! Wird das Tier später auffällig, wundert sich die Menschheit! Welches Leben dieses arme, wehrlose Geschöpf vor sich hat, möchte ich mir gar nicht ausmalen. Der Hundehalter sollte mal für ein paar Tage ohne Toilette, Wasser und Brot zurückgelassen werden!

Ulrike Schulz-Wolter, Vordorf

Über Sterbehilfe können nur Sterbende urteilen

Zu „Historiker sehen Gefahr in moderner Sterbehilfe“ vom 10. Mai:

Unfassbar, dass die Euthanasie-Opfer nun noch vor der Karren der Sterbehilfegegner gespannt werden. Diese bedauernswerten Opfer wurden gegen ihren Willen ermordet. Die moderne Sterbehilfe kommt nur auf ausdrücklichen Wunsch der Betroffenen unter besonderer Berücksichtigung des auch palliativ mitunter nicht beherrschbaren Leidens und der Erkrankungsprognose in Betracht. Sie ist wesentlich enger gefasst als das fälschlicherweise zitierte Töten auf Verlangen. Natürlich bedarf es gut abgestimmter Prüfungen, um Missbrauch zu verhindern. Der aber ist in beide Richtungen möglich: Verkürzung eines vielleicht lästigen Pflegeaufwandes für Angehörige, aber auch ein gewünschter längerer Bezug der Rente. Auch der Aspekt der Gesundheitsökonomie ist kein pauschales Argument gegen die Sterbehilfe, da auch hier für manchen die Verlockung besteht, eine aussichtslose teure und belastende Krebstherapie gegen den Willen des Sterbenden monatelang fortzusetzen. Kein Politiker, kein Geistlicher und auch kein Historiker sollte sich anmaßen, die Entscheidung für alle leidvoll Sterbenden zu treffen. Es gibt nur eine Person, die beurteilen kann, ob ein Lebensende noch länger zu ertragen ist oder nicht: Das ist der Sterbende selbst. Die Entscheidung über das eigene Sterben sollte ein Menschenrecht sein!

Peter Koch, Vordorf

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